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Die 3 besten Tipps für wirksame Meeting Moderation: Zu effektiven Produktmanagement Meetings

19. Februar 2026

Warum Meeting Moderation über Erfolg oder Misserfolg entscheidet

Es ist eine Szene, die sich täglich in Unternehmen abspielt: Die Kamera ist aus, die Teilnehmenden machen nebenbei ihre Mails, einzelne sind noch in Gedanken beim Meeting von gerade eben. Das Ergebnis? Ein einstündiges Meeting, für welches auch 30 Minuten gereicht hätten. Das Phänomen hat einen Namen: ineffektive Meeting Moderation.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mitarbeitende verbringen zwischen 25 und 28 Prozent ihrer Arbeitszeit in Besprechungen, doch nur 61 Prozent der in Produktmanagement Meetings besprochenen To-Dos werden danach wirklich umgesetzt. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch kostspielig. Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden verschwendet durch ineffiziente Meeting Moderation etwa 570.000 Euro pro Jahr. Bei größeren Organisationen mit 10.000 Beschäftigten gehen Experten von 57 Millionen Euro jährlich aus.

Für Produktmanager:innen und Product Owner ist dieses Problem besonders akut. Sie moderieren regelmäßig Treffen mit interdisziplinären Teams, Stakeholdern und Entwicklern. Ohne strukturierte Moderationstechniken eskalieren diese Produktmanagement Meetings schnell zu endlosen Diskussionen, bei denen wenig entschieden wird. Ähnliches gilt für Workshops, die moderiert werden: Workshop moderieren ohne klare Struktur führt zu denselben Problemen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tipps zur Meeting Moderation lässt sich dieses Szenario vollständig vermeiden.

In diesem Beitrag stellen wir dir drei bewährte Techniken vor, die nicht nur die Effektivität deiner Produktmanagement Meetings dramatisch erhöhen, sondern auch sicherstellen, dass deine Teams motiviert und inspiriert aus den Besprechungen hervorgehen. Diese Strategien für Meeting Moderation und Moderationstechniken stammen aus der Praxis erfahrener Kommunikationsexperten und haben sich in Hunderten von Workshops bewährt.


Inhalt


Tipp 1: Nähe schaffen: Die unterschätzte Basis für effektive Meeting Moderation

Warum Beziehung das Fundament ist

Der erste und oft unterschätzte Erfolgsfaktor wirksamer Meeting Moderation ist das Schaffen von Nähe und Beziehung zwischen den Teilnehmenden. Das klingt vielleicht ungewöhnlich für Business-Meetings, doch es ist wissenschaftlich belegt. Teams arbeiten produktiver zusammen, wenn eine positive Vertrauensbasis vorhanden ist.

Besonders im virtuellen Raum ist dieser Punkt für Meeting Moderation kritisch. Während in Präsenz-Meetings Nebengespräche und Small Talk die sozialen Bindungen stärken, fehlt dieser natürliche Kontakt online völlig. Das führt zu einer sachlichen Atmosphäre, die innovative Denkprozesse hemmt und die Beteiligung bei Produktmanagement Meetings senkt, egal ob du ein klassisches Meeting oder einen Workshop moderieren möchtest.

Energizer: Der Katalysator für volle Aufmerksamkeit

Ein bewährtes Werkzeug der Meeting Moderation ist der Energizer (auch als Icebreaker bekannt). Das Konzept ist simpel, aber kraftvoll: Beginne deine Besprechung mit einer kurzen, aktivierenden Übung.

Die Herausforderung, die alle kennen: Deine Teilnehmenden sitzen zwischen drei anderen Terminen und sind mental noch nicht wirklich präsent. Der volle Kalender erlaubt keine Pausen. Wie sollen sie ihr kreatives Potenzial ausschöpfen, wenn ihr Kopf noch im vorherigen Meeting steckt?

Mit einem Energizer durchlüftest du buchstäblich die Gehirne deiner Teilnehmenden, ein zentraler Bestandteil professioneller Moderationstechniken. Je nachdem, welche Energie du brauchst für dein Produktmanagement Meeting oder einen Workshop, den du moderieren möchtest, gibt es zwei Ansätze:

Aktivierende Energizer für lebendige Meetings:

  • Kurze körperliche Übungen (z.B. zur Musik tanzen, kurze Sprünge)
  • Spielerische Aktivierungen, die Kreativität und Bewegung verbinden
  • Effekt: Durchblutung steigt, Sauerstoff fließt zum Gehirn, Konzentration verbessert sich messbar

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Mehr Informationen
Top-Gun Aktivierungsübung

Fokussierende Energizer:

  • Ein Video mit einem knisternden Kaminfeuer für etwa 1 Minute (mit Ton)
  • Aufnahmen von Meereswellen am Strand
  • Effekt: Beruhigung und mentale Sammlung – ideal vor konzentrativen Diskussionen

Das Wichtigste bei der Meeting Moderation: Erkläre deinen Teilnehmenden vorher, warum du das machst, und hole danach kurz Feedback zur Wirkung ein. So wird aus einer merkwürdigen Pause eine Aktivität mit Intention.

Check-In: Verbindung statt Agenda-Einstieg

Alternativ oder ergänzend zum Energizer nutzen erfahrene Moderatoren einen strukturierten Check-In. Hier geben Teilnehmende in wenigen Sätzen ihre mentale oder emotionale Verfassung an:

  • „Aus welchem Termin kommst du gerade?“
  • „Was geht dir heute noch im Kopf herum?“
  • „Was möchtest du in diesem Meeting unbedingt klären?“

Ein noch tieferes Verbindungstool ist das Teilen eines persönlichen Elements: Jeder nennt kurz seinen Lieblingsgegenstand und warum dieser wichtig ist. Das Ergebnis? Menschen sehen sich nicht nur als Funktionen in einer Agenda, sondern als ganze Menschen mit Geschichten.

Die Dauer: Etwa 5–10 Minuten pro Meeting. Eine kleine Investition mit großer Wirkung auf die Zusammenarbeit danach.

Deine Präsenz als Moderator: Das unterschätzte Machtwort

Ein kritischer Aspekt, der oft übersehen wird, ist deine eigene Präsenz als Moderator oder Moderatorin. Im virtuellen Raum ist deine Modellwirkung stärker als in Präsenz, weil alles auf dem Bildschirm konzentriert ist.

Das konkrete Problem: Ist deine Kamera aus, gehen auch die Kameras der Teilnehmenden aus. Ein auffälliger virtueller Hintergrund lenkt zusätzlich ab, weil das Gehirn automatisch versucht, das irritierende Bild zu verarbeiten, statt sich auf den Inhalt des Meetings zu konzentrieren.

Die Lösung ist radikal pragmatisch:

EmpfehlungGrundEffekt
Kamera immer anSetzt dich dem Team gleichberechtigt aus und signalisiert Authentizität+40 % Aufmerksamkeit der anderen Teilnehmenden
Virtueller Hintergrund minimierenKognitive Last senken – Gehirn beschäftigt sich sonst mit Video-ArtefaktenKlare Kommunikation ohne Ablenkung
Weichzeichner-Effekt nutzen(wenn nötig)Kompromiss zwischen Privatsphäre und AblenkungMinimal invasiv, aber effektiv
Aufgeräumter, heller HintergrundVermittelt Struktur und SeriositätUnbewusste Vertrauensbildung
Im Stehen moderierenAndere Körperhaltung = andere Energie und PräsenzDeine Energie springt via Bildschirm über

Ein letzter, unterschätzter Punkt für effektive Meeting Moderation: Moderiere stehend, nicht sitzend. Im Stehen hast du eine komplett andere Präsenz und Bewegungsfreiheit für deine Körpersprache. Diese Energie, dieses Engagement springt durch den Bildschirm auf die Teilnehmenden über.

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Tipp 2: Die Agenda als roter Faden: Struktur gibt Sicherheit und Effizienz

Das Fundament: Kein Meeting ohne klare Agenda

Die zweite Säule effektiver Meeting Moderation ist so fundamental, dass sie oft übersehen wird: Eine vorab kommunizierte, transparente und strukturierte Agenda.

Das ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Teilnehmende sinnvoll und vorbereitet in ein Produktmanagement Meeting kommen können und genauso wichtig, wenn du einen Workshop moderieren möchtest. Gerade in Organisationen mit vollen Kalendern möchten Menschen auf den ersten Blick wissen:

  • Was ist das Ziel dieses Meetings?
  • Welche Vorbereitungen sind nötig?
  • Welcher Beitrag wird von mir erwartet?
  • Wie lange dauert es wirklich?
  • Wer sitzt mit mir im virtuellen Raum?

Struktur gibt Sicherheit. Menschen arbeiten fokussierter zusammen, wenn sie wissen, wohin die Reise geht.

Die Agenda in der Meeting-Einladung: Der kritische erste Eindruck

Der Fehler, den viele Produktmanager:innen machen: Die Einladung ist eine Zeile Text („Produktplan Q2″), und die echte Agenda kommt, wenn überhaupt, kurz vor dem Meeting.

Better Practice:

Versende mit der Einladung bereits:

  • Klare Zielsetzung in 1–2 Sätzen (Was ist das konkrete Ziel?)
  • Tagesordnung mit Timing (z.B. „10 Min Intro, 20 Min Diskussion Feature A, 15 Min Roadmap-Priorisierung“)
  • Was wird von Teilnehmenden erwartet? (z.B. „Bitte Feedback zu den Wireframes mitbringen“)
  • Materialien oder Vorab-Lesung (z.B. Link zur Roadmap-Doku)
  • Wer sind die Teilnehmenden? (Rollen/Departments für gegenseitiges Verständnis)

Das Ergebnis: Deine Teilnehmenden kommen informiert, mit klaren Erwartungen und einer Chance, sich mental vorzubereiten. Die Produktivität steigt messbar.

Die Agenda als Moderationswerkzeug: Der rote Faden während des Meetings

Hier wird die Agenda zur echten Moderationstechnik. Du hast die Agenda sichtbar auf einem geteilten Bildschirm oder sogar ausgedruckt vor dir, egal ob du ein Produktmanagement Meeting oder einen Workshop moderieren möchtest.

Warum? Während eines Produktmanagement Meetings oder eines Workshops, den du moderieren möchtest, entstehen immer wieder folgende Szenen:

  • Jemand bringt ein wichtiges, aber nicht geplantes Thema ein
  • Eine Diskussion über Feature A dreht sich allmählich zu einer grundsätzlichen Debatte über Architektur
  • Zwei Stakeholder beginnen eine 20-minütige Detaildiskussion, die die ganze Gruppe ausbremst

Die Moderationstechnik: Transparent und mit Autorität auf die Agenda hinweisen

Beispiel-Sätze, die funktionieren:

  • „Das ist ein großartiger Punkt, aber genau nicht unser Thema heute. Können wir das als Agenda-Punkt für nächsten Monat mitnehmen?“
  • „Ich sehe, wir gleiten in eine tiefe Diskussion ab. Behaltet diesen Spirit, aber zeitlich müssen wir jetzt zu Punkt 3.“
  • „Das ist eine 45-Minuten-Diskussion, die wir hier nicht lösen. Wer nimmt das als Action Item mit?“

Das funktioniert, weil die Agenda nicht dein persönliches Diktat ist, sondern eine gemeinsam vereinbarte Struktur, ein Kern professioneller Moderationstechniken. Dadurch hast du automatisch die Autorität, sie durchzusetzen, ohne autoritär zu wirken.

Digitale Whiteboards: Visualisierung und Partizipation

Im virtuellen Raum ist es entscheidend, dass Teilnehmende nicht nur zuhören, sondern aktiv partizipieren. Hier kommen digitale Werkzeuge wie Miro, Mural oder Conceptboard ins Spiel.

Praktisch:

  • Du teilst deine Präsentation oder eine Vorlage auf dem Whiteboard
  • Während ihr diskutiert, ergänzt ihr gemeinsam Punkte, To-Dos und Erkenntnisse direkt im Whiteboard
  • Alle sehen in Echtzeit, was dokumentiert wird – Missverständnisse sinken drastisch
  • Am Ende habt ihr nicht nur eine Diskussion gehabt, sondern bereits eine Dokumentation erstellt

Der Effekt: Engagement steigt, gleichzeitig wird die Nachbereitung minimal, denn die Ergebnisse sind ja schon dokumentiert.

Timing und Timeboxing: Der unterschätzte Respekt vor Zeit

Ein subtiler, aber hochkritischer Punkt in Produktmanagement Meetings: Respektiere die Zeitboxen, die du angekündigt hast.

Wenn Moderatoren sich großzügig über ihre Zeitvorgaben hinwegsetzen, verlieren sie an Glaubwürdigkeit und Autorität. Teams werden demotiviert.

Die Regel: Lieber 10 Minuten eher beenden mit dem Versprechen „Wir schauen das nächste Woche an“ als regelmäßig über die Zeit gehen. Das ist professionelle Meeting Moderation und signalisiert gute Moderationstechniken, sowohl in Produktmanagement Meetings als auch bei Workshops, die du moderieren möchtest.


Tipp 3: Ergebnisse sichern: Vom Meeting zum Commitment

Das kritische Problem: Die Lücke zwischen Besprechung und Umsetzung

Hier beginnt ein fundamentales Problem der modernen Meeting Moderation. Die Diskussion war produktiv, alle waren dabei und dann? Nichts passiert.

Die Statistik ist erschreckend: Nur 61 Prozent der in Produktmanagement Meetings vereinbarten To-Dos werden danach tatsächlich umgesetzt. Die restlichen 39 Prozent verschwinden im Nirvana von unklaren Notizen, Missverständnissen oder einfach vergessenen Commitments.

Das ist der Punkt, wo Meeting Moderation von einer Kommunikations- zu einer Ergebnis- und Umsetzungstechnik wird und wo Moderationstechniken ihre volle Kraft zeigen.

Dokumentation in Echtzeit: Die digitale Schriftführung

Der erste Schritt ist synchrone Dokumentation während Produktmanagement Meetings. Das ist nicht umsonst ein Klassiker effektiver Moderationstechnik.

Praktik:

  • Eine Person übernimmt die Live-Visualisierung der Ergebnisse (nicht wortgetreues Mitschreiben)
  • Entscheidungen, Erkenntnisse und To-dos werden in strukturierter Form sichtbar gemacht
  • Parallel läuft eine automatische Transkription zur vollständigen Dokumentation

Der Nebeneffekt: Wenn Teilnehmende sehen, dass ihre Punkte sofort dokumentiert werden, fühlen sie sich gehört. Das erhöht die psychologische Sicherheit und Partizipation.

Die To-Do-Klärung: Wer macht was bis wann?

Dies ist die kritischste Frage bei der Meeting Moderation, und sie muss explizit geklärt und dokumentiert werden, ob in Produktmanagement Meetings oder Workshops, die du moderieren möchtest.

Nicht professionelle Meeting Moderation:

  • „Jemand kümmert sich um die Wireframes“
  • „Das werden wir bis nächsten Monat machen“

Professionelle Meeting Moderation mit guten Moderationstechniken:

  • „Sarah erstellt die Wireframes für Feature A bis Freitag 17 Uhr“
  • „Marcus gibt Feedback bis zum folgenden Dienstag“
  • „Das fertige Konzept kommt dann in unsere nächste Refinement-Session am 15.3.“

Die Präzision ist der Schlüssel. Vage Zusagen führen zu vagen Ergebnissen.

Unprofessionelle Meeting ModerationProfessionelle Meeting Moderation mit Moderationstechniken
„Wir müssen da noch mal drüber reden“„Marcus und Sarah besprechen Scope-Details am Di, 14 Uhr – 30 Min. Resultat zum Mittwoch 10 Uhr.“
„Irgendwer macht die Dokumentation“„Julia erstellt die User-Story-Dokumentation, Ready Review am Mittwoch 16 Uhr.“
„Das priorisieren wir noch“„Wir entscheiden über Priorisierung vor Meeting #5 am 22.3. – Abstimmung erfolgt async über Slack bis 21.3.“

Das gleiche gilt, wenn du Workshops moderieren möchtest. Klare Ownership und Deadlines sind essentiell für Umsetzung.

Der Check-Out: Die Sicherung von Commitment

Viele Moderatoren vergessen die Abschlussbesprechung. Das ist ein Fehler, welche die Wirksamkeit aller Moderationstechniken untergräbt.

Der Check-Out ist eine 5–10 Minuten lange Abschlussrunde, in der jeder Teilnehmende kurz seine Key Takeaways zusammenfasst:

  • „Das wichtigste für mich heute war: [Punkt X]“
  • „Mein Commitment ist: [To-Do]“
  • „Meine offene Frage ist noch: [Punkt]“

Warum funktioniert das?

  1. Ungeklärtes wird sichtbar. Was du dachtest, dass alle verstanden haben – ein anderer hat komplett anders interpretiert. Der Check-Out bringt das zu Tage, bevor es zu spät ist. 
  2. Commitment wird real. Wenn jemand sein To-Do öffentlich ausspricht, erhöht sich die psychologische Wahrscheinlichkeit der Umsetzung um ein Vielfaches.
  3. Motivation bleibt erhalten. Wenn jeder sein Verständnis und seinen Beitrag explizit macht, verlassen alle das Meeting mit Klarheit und Ownership, nicht mit Verwirrung. 

Nachbereitung: Die Dokumentation versenden

Im Anschluss an das Meeting (idealerweise innerhalb von 2 Stunden) versendest du eine Zusammenfassung mit:

  • Entscheidungen, die getroffen wurden
  • Erkenntnisse, die auftauchten
  • Alle To-Dos mit Namen, Deadline, konkreter Beschreibung
  • Nächste Schritte und folgender Meeting-Termin
  • Links zu Dokumenten, Whiteboards oder Aufnahmen

Die Regel: Eine kurze, präzise E-Mail oder Wiki-Eintrag und nicht ein episches Dokument, das niemand liest.

Die langfristige Wirkung: Meeting-Kultur als Multiplikator

Wenn du diese Moderationstechniken konsequent  anwendest, entsteht etwas Kraftvolles: Eine Meeting-Kultur, in der Produktmanagement Meetings tatsächlich zu Ergebnissen führen.

Das Ergebnis:

  • Teams erhalten weniger Meetings, weil die vorhandenen effizienter sind
  • Mitarbeitende sind motivierter, weil sie sehen, dass ihre Zeit wertgeschätzt wird
  • Entscheidungen werden schneller getroffen und umgesetzt
  • Cross-funktionale Zusammenarbeit wird einfacher

Studien zeigen: Organisationen, die ihre Meeting-Kultur strukturieren und gute Meeting, berichten von:

  • 40 % weniger Meetings bei gleichzeitig 71 % höherer Produktivität und 52 % höherer Zufriedenheit
  • Bessere Kooperation, weniger Stress, höhere Mitarbeitermotivation

Bonus-Tipps: Praktische Techniken für noch bessere Meeting Moderation

1. Die ELMO-Karte: Liebevoll Diskussionen beenden

Ein praktischer Hack aus der Meeting Moderation Toolbox: ELMO steht für „Enough, Let’s Move On“.

Die Idee: Du hast eine kleine Karte mit ELMO aus der Sesamstraße (dem sympathischen, orange-roten Monster). Wenn eine Diskussion abdriftet oder zirkulär wird, hältst du diese Karte in die Kamera.

Das Geniale daran: Niemand kann auf ein Monster böse sein. Die Botschaft ist sofort klar und sympathisch und alle lachen meist mit. Die Diskussion wird unterbrochen, ohne dass jemand sich beleidigt fühlt. Das ist Meeting Moderation mit Humor.

Meeting karten für mehr effektivität
Immer im Meeting dabei: die PRODUCT LOUNGE ELMO-Karten

2. Meeting-Länge optimieren: Die 44-Minuten-Regel

Eine aktuelle Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigt: Online-Meetings unter 44 Minuten sind weniger ermüdend als längere Meetings.

Das bedeutet praktisch: Optimiere deine Produktmanagement Meetings auf maximal 40–44 Minuten. Pausen sind nicht Zeitverschwendung, sondern essentiell für Gehirnleistung.

3. Kamera an für Moderatoren, optional für Teilnehmende

Während es für dich als Moderator nicht verhandelbar ist (Kamera an!), kannst du Teilnehmenden in Produktmanagement Meetings oder Workshops, die du moderieren möchtest, die Wahl lassen aber mit Struktur:

  • Breakout-Sessions mit hohem Diskussionsbedarf: Kamera an für alle
  • Status-Updates oder Schulungen: Kamera optional
  • Besser: „Kamera an, wenn du sprichst“ als Kompromiss

Warum das für Produktmanager:innen kritisch ist

Produktmanagement ist zu einem wesentlichen Teil ein Kommunikations- und Moderationsjob. Du orchestrierst Gespräche zwischen:

  • Engineering (mit ihren technischen Constraints)
  • Design (mit ihren UX-Anforderungen)
  • Vertrieb und Marketing (mit ihren Kundeneinsichten)
  • Leadership (mit strategischen Zielen)
  • Kundengruppen (mit divergierenden Bedürfnissen)

Ohne wirksame Meeting Moderation:

  • Entscheidungen werden ständig aufgeschoben
  • Cross-funktionale Konflikte bleiben ungelöst
  • Roadmaps entstehen durch informelle Flurgespräche, nicht durch strukturierte Prozesse
  • Dein Team verliert Vertrauen in die Kommunikation

Mit wirksamer Meeting Moderation:

  • Entscheidungen werden transparent und nachvollziehbar getroffen
  • Alle Perspektiven werden gehört, aber Fokus bleibt bestehen
  • Roadmaps entstehen durch strukturierte, partnerschaftliche Diskussionen
  • Dein Team sieht, dass seine Zeit wertgeschätzt wird und die Motivation steigt

Deine nächsten Schritte für bessere Meeting Moderation

Die gute Nachricht: Diese Moderationstechniken sind nicht komplex und erfordern keine teuren Werkzeuge oder Zertifikate. Sie erfordern Bewusstsein, Disziplin und ein wenig Übung.

Konkrete nächste Schritte:

  1. Starte mit einer deiner nächsten Besprechungen: Implementiere eine der drei Techniken. Die Agenda mit Timing ist sofort umsetzbar.
  2. Bitte eine Vertrauensperson Feedback zu geben: Nach dem nächsten Produktmanagement Meeting fragst du einen Kollegen: „War das Meeting für dich produktiv? Was hat geholfen, was nicht?“
  3. Dokumentiere deine Erkenntnisse: Nach jedem Meeting notierst du kurz, was gut funktioniert hat und wo du deine Moderationstechniken verbessern könntest.
  4. Skaliere sukzessive: Baue die Techniken langsam in deine regelmäßigen Produktmanagement Meetings und Workshops, die du moderieren möchtest, ein.

Wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest und gezielt an deinen Fähigkeiten als Moderator, Kommunikator und Präsentator arbeiten möchtest, lohnt sich ein strukturiertes Training.

Es gibt mittlerweile spezialisierte Programm und erfahrene Trainer wie Carola Scharvogel (TRAiNER LOUNGE), die gezielt Produktmanager:innen und Führungskräfte in modernen Moderationstechniken schulen.


Häufig gestellte Fragen zur Meeting Moderation (FAQ)

Ideal: 30–45 Minuten für Online-Meetings. Längere Treffen sollten Pausen enthalten (mindestens 5 Min. pro Stunde). Das gilt für Produktmanagement Meetings und auch für Workshops, die du moderieren möchtest.

Das ist ein Signal für deine Einladungs- und Agenda-Praxis und ein Zeichen für schlechte Meeting Moderation. Erhöhe die Vorlaufzeit, mache die Ziele klarer, oder schreibe kurz: „Bitte Punkt X vorab durchdenken, dauert 5 Min.“ Das gilt besonders für Workshops, die du moderieren möchtest.

Nutze offene Fragen, um andere einzubinden: „Danke für deinen Punkt. Marcus, wie siehst du das?“ So verteilst du das Rederecht bewusst.

Nein – nicht für alle Arten von Entscheidungen. Brainstorming, strategische Diskussionen und Konfliktlösung brauchen Echtzeit-Interaktion. Dafür sind allerdings async-Updates ideal.

Entweder: Ein Whiteboard-Werkzeug (Miro, Mural) für visuelle Dokumentation, oder ein einfaches Textdokument, das alle sehen können. Wichtig: Synchron, nicht asynchron im Nachgang.


Weiterführende Ressourcen

  • TRAiNER LOUNGE – Systemische Business Coaching & Training (Carola Scharvogel) – Spezialisierte Train-the-Trainer-Programme für professionelle Moderationstechniken und Meeting Moderation. Besonders geeignet für Produktmanager:innen, die regelmäßig Produktmanagement Meetings moderieren oder Workshops leiten möchten.
  • Miro – AI Innovation Workspace – Kollaborative Plattform für visuelle Zusammenarbeit und synchrone Dokumentation während Produktmanagement Meetings und Workshops.
  • Mural – Digital Whiteboard – Alternative zu Miro mit Templates für verschiedene Moderationstechniken wie Dot-Voting und Mapping. Besonders geeignet für größere Workshops, die du moderieren möchtest.
  • Conceptboard – Visual Collaboration – Deutsches, DSGVO-konformes Whiteboard-Tool für visuelle Kollaboration. Ideal für Teams, denen Datenschutz bei der Meeting Moderation wichtig ist.

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